Danke! (Fotos: Hamed Photography)

In halber Länge!

Finow ist ein Happening. Ein Happening ist eine offene künstlerische Form bei der die Erfahrung der Beteiligten im Vordergrund steht. Es ist also eine Art der Begegnung. Einen ähnlichen Begegnungsraum haben die Organisation*innen bereits beim jährlichen Kunstfest “Tag Im Park” geschaffen.

Wenn ihr am 4.6. kurz vor 18 Uhr auf den Willy-Brandt-Platz kommt, erwartet euch dort ein veränderter Ort. Die 13 Künstler*innen haben sich den Platz angeeignet und sich dort mit Objekten, Kostümen und Lautsprechern aufgebaut. Wir beginnen pünktlich, das Wetter wird wundervoll.

Der Eintritt ist frei.

Von 18-20 Uhr passieren allerlei Dinge. Ihr könnt hören und sehen, euch nähern und entfernen und vielleicht, wenn ihr wollt, sogar mitmachen.

Im Unterschied zu echter Kunst, steht bei uns der Spaß, der Grund, der Wunsch und die Erfahrung im Vordergrund. Alle können alles verstehen. Ob ihr euch ganz doll mit Kunst auskennt oder die immer langweilig findet, spielt keine Rolle. Ihr werdet mindesten etwas außergewöhnliches Erleben…
Und wenn das nicht reicht, könnt ihr ja schräge Selfies machen.

Wir haben viel, viel Erfahrung in Essen, im Ruhrgebiet und mit Kunst. Die Organisatorinnen von FINOW arbeiten seit 10 Jahren zusammen. Joscha Hendrix Ende, St Kirchhoff und Mr Maribel gründeten damals mit der Künstlerin Rosh Zeeba das “Denkodrom“.

In Kooperation mit dem Netzwerk X und der Zeche Carl entstand 2015  “Tag Im Park”.

Nicht zu vergessen sind die vielen kunstpolitischen Aktivitäten, ohne die wir uns niemals trauen würden uns am Pfingstsonntag präzise, klar, selbstbewusst und entspannt auf den erweiterten Bahnhofsvorplatz zu stellen.

Mit der Gruppe Gesprächsbereitschaft haben wir bereits einige, wenn auch unangekündigte Kunstaktionen in der Essener Innenstadt gemacht. 2012 zogen wir mit  20 Personen bei der Aktion “Schweihnachtsmarkt” durch die Innenstadt und propagierten “noch mehr Konsum”. 2015 wurde vor dem Limbecker Platz im Rahmen einer Kundgebung allerlei auf die Straße geworfen. 2016 agitierte die Gruppe Gesprächsbereitschaft den Kopstadtplatz. Zuletzt zog eine Spontan-Demonstration gegen die Verschärfung des Ordnungsrechts in Polizeibegleitung durch die Essener-Innenstadt. (http://netzwerk-x.org/vortaeuschen-einer-kuenstlerischen-darbietung-§-3/)

Wir sind Kunst und kriegen deshalb Fördergeld. Vom Land NRW im Rahmen der “Individuellen Künstlerförderung”, vom Regionalverband Ruhr, vom Kulturbüro der Stadt Essen, die den Denkodrom e.V. schon seit Jahren freundlich unterstützt, von der Sparkasse Essen.

Alle Künstler*innen werden bei uns fair bezahlt, niemand arbeitet umsonst. FINOW ist unser aller Gelegenheit uns die Innenstadt als öffentlichen Raum für ein paar Stunden zurück zu holen – kommt vorbei!

Grüße

Joscha Hendrix Ende für die Gruppe Gesprächsgemeinschaft

P.S.: Einen kleinen Eindruck von den Beteiligten Künstler*innen kannst du dir mit dieser Youtube-Video-Playlist verschaffen.

P.P.S.: Die wunderschönen Illustrationen für FINOW stammen von Frank Josten